Eines vorweg: Wer hier einen professionell aufgearbeiteten Beitrag zu Laufschuhen in allen Einzelheiten erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Ich möchte hier lediglich eine kurze Zusammenfassung über meine persönlichen Erfahrungen wiedergeben. Für den Rest gibt es bereits einschlägig bekannte Literatur.

5 Jahre @brooksrunning heißt 5 Jahre #runhappy 🙂

Ein von Daniel (@vy99) gepostetes Foto am

Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits ausführlich meine Laufuhr vorgestellt hatte, ist es nun an der Zeit, sich dem Wichtigsten aller Ausstattungsmerkmale zu widmen: Den Schuhen. Laufschuhe müssen nicht gut aussehen, sie müssen keiner populären Marke abstammen und sie müssen nicht überirdisch teuer sein, aber sie müssen gut sein. Ich weiß, das ist einfach gesagt, denn wann ist ein Laufschuh gut? Hier sollte man sich idealerweise an einen Händler wenden, der auf Laufschuhe spezialisiert ist. In einem Schuhgeschäft oder gar im Onlineshop wird man vielleicht fündig, aber nur selten glücklich.

Bei einem lokalen Händler sollte man seine Füße analysieren und die Laufschuhe ausprobieren können. Ein guter Händler räumt selbstverständlich ein Rückgaberecht ein, auch wenn die Schuhe schon getragen wurden.

Meine ersten Laufschuhe kaufte ich (weil ich es nicht besser wusste) im Kaufhof. Es waren schon Markenschuhe, aber ich hatte keinerlei Idee, was ich da kaufte. Meine einzige Hilfe war Iris, eine Freundin, die sich sehr gut im Bereich Leichtathletik auskennt und mich ein wenig beraten konnte. Wie dem auch sei – die Schuhe waren für den Anfang ein Glücksgriff. Das hätte auch schief gehen können, aber ich erwischte ein Schnäppchen, was mich zuverlässig durch meine ersten Laufkilometer begleitete.

Anschließend wollte ich es aber besser machen und ging zu Laufsport Bunert in Krefeld. Den Laden kann ich nur jedem empfehlen. Man nahm sich Zeit für mich (genauer gesagt, für meine Füße) und stellte mir am Ende drei Modelle zur Auswahl, die ich alle kurz Probe lief. Ich entschied mich für das Modell, bei dem mir mein Bauchgefühl am meisten zusprach. Es war der Brooks Ravenna 2.

Nun hatte ich „mein“ Modell gefunden, allerdings knickte ich nach ca. 1.200 Kilometern dermaßen mit den Füßen nach innen, dass ich Ersatz brauchte. Hier ließ ich mich bei einem anderen Laufgeschäft zu Asics-Schuhen überreden, die aber überhaupt nicht zu meinem Fuß bzw. Laufstil passten. Ein teurer Fehlkauf, aber ich wurde schnell bei Amazon nach dem Nachfolger meines vorigen Laufschuhs fündig, und ich finde, es ist auch nichts Verwerfliches, wenn man sich einmal für ein Modell entschieden hat, es dann online nachzukaufen. Man sollte aber beachten, dass das Material, aus denen der Schuh gefertigt wurde (und hier insbesondere das Dämpfungsmaterial) eine Art „Verfallsdatum“ hat, denn irgendwann wird das Material spröde und die Dämpfung leidet.

So kam ich irgendwann zu dem Entschluss, dass mir die normale Dämpfung bzw. Unterstützung nicht reicht und Einlagen notwendig sind. Hier wurde ich im Sanitätshaus (Jarkovsky in Süchteln) fündig, wo man mir Einlagen speziell für meine Füße und Schuhe anfertigte und ich seitdem Stammkunde bin.

Mein Fazit bei Laufschuhen kann nur lauten: keine Experimente! Man darf gerne an allem sparen, aber nicht bei den Schuhen. No-Name-Schuhe vom Discounter sind ein No-Go! Ich schätze hier die Beratung vom Fachhandel – und wer sich unsicher ist, sollte lieber einen Orthopäden konsultieren, bevor man sich Gelenke und Knochen kaputt läuft.

Meine aktuellen Laufschuhe sind übrigens der Brooks Racer ST5 (Lightrunner für 10.000m bis Marathon) sowie der Brooks ST7 Racer (Ultra-Light-Runner für bis zu 5.000m). Außerdem habe ich noch ein Modell des Ravenna 5 zu Hause, wobei mir dieser Schuh mittlerweile zu viele Schmerzen bereitet und zu schnell „ausgelatscht“ ist. Eine Empfehlung lautet übrigens, den Hersteller und das Modell regelmäßig zu wechseln. Damit kann ich mich nur schwer anfreunden, da ich ziemlich marken- und modellfixiert bin.

Kategorien: Ausrüstung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.