So lief der Düsseldorfer Brückenlauf 2016

Auch der zweite Wettkampf in 2016 ist absolviert. Ob ich mich jetzt nun über meine Leistung freuen soll oder nicht, weiß ich auch am Tag danach noch nicht.

Immerhin fiel mir schon letzte Woche beim Vorbericht auf, dass ich meine Vorbereitung auf den Brückenlauf nur unzureichend absolviert habe. Dazu kamen Schuhprobleme und die große Frage, mit welchen Tretern ich die Läufe in Düsseldorf und Tönisvorst überhaupt antreten soll. Meine Wahl fiel auf die altbekannten Brooks T7 Racer, die ihre beste Zeit zwar schon hinter sich haben, sich aber schneller laufen als meine neuen, gemütlichen Trainingsschuhe von NewBalance.

Da Jammern sowieso nicht hilft, schnürte ich mir eine Viertelstunde vor Start besagte Schuhe mit einem festen Doppelknoten und bereitete mich am Düsseldorfer Burgplatz auf den Lauf vor. Ich stellte mich auf und wartete auf den Startschuss, der mit ein paar Minuten Verspätung fiel, weil sich der Sponsor noch umfassend bedanken wollte (oder musste).

Dann ging es los. Der erste Kilometer in Düsseldorf ist immer unglaublich eng. Vorbei zwischen Bäumen und Verkehrsschildern, gleicht dieser Abschnitt beim Brückenlauf eher einem Hindernislauf. Man will ja auch keine anderen Läufer übersehen oder behindern. Der erste Kilometer war dann aber nach fast exakt 4 Minuten überstanden und es ging entspannt auf die Rheinkniebrücke zu. Hier habe ich mir vorgenommen, es bei den Aufgängen etwas langsamer angehen zu lassen und somit Kraft zu sparen, was auch wunderbar funktionierte. Die erste Wasserstelle (kurz vor der zweiten Brücke bei Kilometer drei) passierte ich mit einem Gesamt-Durchschnittstempo von unter 4:00min/km. Dann war die Oberkasseler Brücke an der Reihe, die mir immer ein wenig „fieser“ vorkommt, weil die Steigung sich sehr lange zieht. So auch dieses Mal. Gepaart mit der zwangsläufig etwas langsameren Geschwindigkeit an der Wasserstelle, konnte ich diesen Kilometer nur in 4:05min/km absolvieren. Durch meine bis zu diesem Punkt gute Pace war ich aber immer noch voll im Soll. Den Abgang an der Oberkasseler Brücke schaffte ich noch in 3:58min/km, so dass ich die „Halbzeit“ in knapp unter 20 Minuten schaffte. So ging es dann top-motiviert in die zweite Runde.

Beim zweiten Mal auf der Rheinkniebrücke passierte dann aber das Unfassbare, denn trotz Doppelknotens öffnete sich mein linker Schuh und zwang mich zu einer Pause. Erst überlegte ich, ob ich mit offenem Schuh durchlaufen soll, aber das wäre unverantwortlich gewesen. Also suchte ich mir kurz hinter der Brücke eine Stelle aus und legte einen 45-sekündigen Zwangsstopp ein. Obwohl ich danach noch einmal richtig Gas gab (den letzten Kilometer absolvierte ich noch einmal in unter 4 Minuten), schaffte ich es laut meiner Uhr wieder nicht in unter 41 Minuten.

Doch glücklicherweise fiel die Messung der Experten von Frielingsdorf Datenservice ein wenig positiver aus. Dort standen am Ende 40:59 Minuten auf der Uhr – immerhin konnte ich damit mein Minimalziel erreichen, auch wenn es nicht zur persönlichen Streckenbestzeit gereicht hat, die ich wohl mit optimalen Schuhen bzw. Schnürsenkeln locker erreicht hätte.

Mein Brückenlauf bei Polar Flow:
https://flow.polar.com/training/analysis/525295595

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestmailFacebooktwittergoogle_plusredditpinterestmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.