ASV-Mars Nikolauslauf Süchteln 2016

Als letztes großes Lauf-Highlight dieses Jahres stand am vergangenen Samstag mein „Heimatlauf“ auf dem Programm: der 10.000m-Lauf beim Nikolauslauf in Süchteln.

Bereits im letzten Jahr erwies sich Süchteln für mich als „schnelles Pflaster“, konnte ich doch dort zum ersten Mal die 40 Minuten knacken. Der ebene Rundkurs sowie das ideale Laufwetter sorgten für optimale Bedingungen. Mit Beidem konnte ich auch in diesem Jahr wieder rechnen.

Meine Vorbereitung auf den Nikolauslauf begann direkt nach dem Kölner Halbmarathon. Neben den Grundlagen-Einheiten am Montag und Mittwoch bereitete ich mich alle zwei Wochen am Wochenende mit Intervall-Läufen auf den Wettkampf vor: 15x200m, 12x400m, 10x800m und 10x1000m, die ich jeweils in deutlich unter 4:00min/km erledigen wollte. Das klappte auch ganz gut, bis auf den letzten Lauf, wo ich einem aufziehenden Unwetter klein beigeben musste:

An den restlichen Wochenenden versuchte ich, so lange Kilometer für Kilometer mit 3:59er-Pace zu laufen, bis es nicht mehr klappte. Hier erreichte ich zunächst 6, später 7 Kilometer.

Zum allerersten Mal stand im November auch Bahntraining auf dem Programm, allerdings nicht in seiner klassischen Form, sondern im Rahmen einer Winteraktion des ASV Süchteln. Details zu diesem Thema gibt es bei RP-Online zu lesen.

Am Wettkampftag war ich wie jedes Jahr schon früh im Start-/Zielbereich, um bekannte Gesichter zu treffen und mir die anderen Läufe anzusehen. Außerdem ist es immer wieder schön, in meine alte Schule und deren Sporthalle zurück zu kehren. Ist das wirklich schon 16 Jahre her? Unglaublich.

Beim Start des 10-Kilometer-Laufs konnte ich meine Mutter begrüßen. Sie wollte Teile des Laufs auf Video festhalten. Die Polizei sperrte die Straße und just in diesem Moment bemerkte ich, dass ich meinen Brustgurt nicht angelegt hatte. Mist! Heute also keine Pulsmessung… noch bevor ich groß darüber nachdenken konnte, hob Walter Sprotte, langjähriger Vorsitzender der ASV-Leichtathleten, die Pistole und rief: „Auf die Plätze!“ Und schon knallte es. Der Start ist in Süchteln immer eine ziemlich kurzfristige Angelegenheit, was wohl auch mit der Straßensperrung durch die Polizei zu tun hat.

Entgegen meiner Wettkampftaktik im letzten Jahr, wollte ich in diesem Jahr möglichst gleichmäßig laufen und mir meine Kraft besser einteilen. Ich kam schlecht vom Start weg, lief aber mein Tempo. Nach der ersten Kurve ein prüfender Blick auf die Uhr: Puls 0 (immer noch MIST!), Pace 3:40. Etwas zu schnell, aber passt! Den nächsten Kilometer konnte ich ruhiger angehen lassen. Und so pendelte sich mein Vorsprung auf das geplante Wettkampfziel (was darin lag, die 39:56min von letztem Jahr zu unterbieten) im Laufe der nächsten Kilometer bei bis zu 20 Sekunden ein.

Bei Kilometer 7 brach mein Tempo jedoch ein und konnte keine Rundenzeit unter 4 Minuten verbuchen. Nun war Konzentration gefragt und kein Drauflos-Laufen. So drückte ich meine Durchschnittszeit wieder in den grünen Bereich und fragte mich, was wohl mein Puls gerade macht… aber es ging gut. Die letzte lange Gerade vor dem Zielbereich, der aus zwei Rechtskurven entlang der Turnhalle bestand, lag vor mir. Walter stand an der Ecke und gab mir Feuer: „Gib alles, gleich hast du es geschafft!“ Vom Zielbereich, wo Uli und Jürgen mit der Zeitmessung standen, hörte ich nur „Komm! Komm! Komm! Super!“ Ich schaute nicht mehr auf die Uhr, sondern legte alles in den Endspurt, der nun zeitlich wieder passen sollte. Ich lief durchs Ziel und musste mich erst mal fangen, bevor ich die Uhr mit ein wenig Verzögerung stoppen konnte. Ich setzte mich auf den gepflasterten Boden, sah Jürgen fragend an und bekam sofort die Antwort: „Neununddreißigvierzig!“ Yes! Neue Bestzeit!

Den restlichen Tag ließ ich dann in der Turnhalle ausklingen. In der Wertung M30 wurde ich – wie letztes Jahr – Dritter. Neu war für mich die Wertung des MARS-Cup, da ich in diesem Jahr zum ersten Mal neben Süchteln und Kempen auch in Waldniel antrat. Und umso erstaunter war ich, als ich hier direkt Sieger der M30-Klasse wurde. Zum Gesamtsieg hätte es sogar auch beinahe gereicht.

Das Jahr lasse ich nun mit der Vorbereitung auf den Neusser Silvesterlauf ausklingen, den ich ganz entspannt angehen kann, da ich meine Bestzeit über 10 Kilometer in diesem Jahr bereits erreicht habe.

Mein Nikolauslauf bei Polar Flow:
https://flow.polar.com/training/analysis/978288979

Webseite des Veranstalters:
http://www.asv-suechteln.de/leichtathletik/28-asv-mars-nikolauslauf-26-11-16

Mein Ergebnis:
Hier

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