Düsseldorfer Brückenlauf 2017

Dritter Wettkampf, dritte persönliche Bestzeit – langsam wird es unheimlich.

Es war der dritte Sonntag in diesem Jahr, an dem mein Wecker früh klingelte und Svenja und mich aus dem Bett warf. Verteufelt seien diese frühen Startzeiten, könnte man nicht einfach mal so einen Wettkampf um 18 Uhr beginnen? Na gut, es hilft ja alles nichts. Raus aus dem Bett, die zurechtgelegten Wettkampf-Klamotten angezogen und gefrühstückt: zwei Brezeln, ein O-Saft und viel Wasser.

In diesem Jahr ging es nicht mit dem Auto nach Düsseldorf, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit Svenjas Ticket konnten wir gemeinsam kostenlos fahren, was bei den hohen Preisen fürs Parkhaus in der Landeshauptstadt eine echte Alternative darstellte. Die Anreise war problemlos: Mit dem Zug nach Düsseldorf, dann in die U-Bahn bis zur Heinrich-Heine-Alle und von dort aus zu Fuß zum Start/Ziel-Bereich. Meine Startunterlagen waren – wie immer beim Brückenlauf in Düsseldorf – schnell und problemlos abgeholt.

Wir vertrieben uns die restliche Zeit beim Anschauen und Anfeuern der Läufer des 5-Kilometer-Laufs, bis ich mich umzog und direkt warm lief. Das kühle, windige Wetter ließ einfach keinen Stillstand zu. Dann begab ich mich in den Startblock, wo ich mich dieses Mal ziemlich weit vorne einsortierte, weil es mir so vorkam, dass die Strecke deutlich schmaler begann als letztes Jahr. Ich wollte auf jeden Fall gut wegkommen und nicht ins Stocken geraten.

Nach dem Startschuss sprintete ich los, um meinen Hintermännern nicht den Weg zu verstellen. Ich kam gut vom Start weg und konnte meinen ersten Kilometer in 3:45min absolvieren. Dann ging es direkt auf die Rheinkniebrücke, die mir planungsgemäß wenig Kopfschmerzen bereitete. Wie auch in den letzten Wettkämpfen teilte ich mir die Strecke in „1-Kilometer-Häppchen“ ein und peilte jeweils Zeiten unter 3:55min ein. Bei der ersten Überquerung der Oberkasseler Brücke rutschte mein Schritt erstmals in Richtung 4 Minuten, was daran lag, dass sich die Steigung hier viel extremer zog – aber auch das war unterm Strich eingeplant. Ich kam am Start-/Zielbereich mit einer Traumzeit von 19:21 Minuten über fünf Kilometer an.

In der zweiten Runde wurde es logischerweise härter, die Zeit zu halten. Die zweite Überquerung der Rheinkniebrücke stellte einen ersten Kraftakt dar. Hier musste ich mich erstmals in diesem Rennen mit einem Kilometer in über 4 Minuten zufrieden geben. Doch der Brückenabstieg ließ mich wieder „rollen“, so dass auf den eher schlechten Kilometer direkt wieder ein „planmäßiger“ in 3:55min folgte. Nun stand nur noch die letzte Überquerung der Obekasseler Brücke an, die zu einer mentalen Herausforderung wurde. Ich merkte, dass meine Geschwindigkeit immer mehr nachließ und ich das Tempo nicht mehr lange halten konnte. Ich biss auf die Zähne, bis ich oben auf der Brücke angekommen war und wagte dann einen Blick auf die RacePace-Ansicht meiner Polar V800. Dort war zu lesen, dass ich Pace-technisch gleichauf mit meiner vorher eingestellten Wunschzeit war. Um kein Risiko einzugehen, nutzte ich den Abstieg von der Brücke zur Regeneration und hängte mich direkt hinter einen Sportler vom TUSEM Essen, um einerseits von seinem Windschatten zu profitieren und andererseits einen Pacemaker zu haben. Am Ende gab ich dann noch mal alles, als ich in die Zielkurve einbog. Dieser Abschnitt war auch mit 3:48min/km mein Zweitschnellster und ich konnte den anderen Läufer sogar noch hinter mir lassen.

In fantastischen 39:27min überquerte ich die Ziellinie, was natürlich meiner persönlichen Bestzeit über 10.000 Meter entsprach. Ich erspare mir jetzt unzählige Wortspiele zum Thema „einen Lauf haben“, aber aber im Moment scheint einfach alles zu passen. Wo ich mich 2016 so schwer getan habe, geht es in diesem Jahr ganz locker. Zur Belohnung fuhren Svenja und ich noch zu einem bekannten Düsseldorfer Burgerladen und ließen uns die Belohnung schmecken. Es war ein rundum erfolgreicher Tag.

Mein Düsseldorfer Brückenlauf bei Polar Flow:
https://flow.polar.com/training/analysis/1316962970

Webseite des Veranstalters:
http://duesseldorfer-brueckenlauf.de/

Mein Ergebnis:
Hier

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