Ra(h)ser Run Viersen 2017

Bevor wir Ende Mai in den Urlaub flogen, gab es am Sonntag vorher noch einen Wettkampf, über den ich aus Zeitgründen erst jetzt berichten kann.

Der Rahser-Run ist eine echte Neuheit; der Lauf feierte in diesem Jahr Premiere und führte durch den Viersener Ortsteil „Rahser“, was das Wortspiel mit dem „h“ erklärt. Von der Hauptstraße aus verlief die Strecke des 5.000m-Laufs direkt ins Grüne und dort dann der Niers und einer Bahnstrecke entlang.

Aufgrund der kurzen Anreise und Wettkampfdistanz entschloss ich mich, laufend anzureisen und damit die Anreise direkt zum Aufwärmen zu nutzen. Aufgrund des warmen Wetters nahm ich mir bewusst vor, keine Bestzeit zu laufen, sondern eine Zeit um die 19 Minuten einzuplanen.

Als wir am Gelände ankamen, liefen gerade noch die Bambinis. Alle Läufer mussten die Kreuzung der Hauptstraße überqueren, wo zwei freundliche Polizisten den Verkehr regelten. Aufgrund der vorherigen Ankündigung funktionierte dies wohl weitestgehend reibungslos, sofern ich das beurteilen kann. Das Drumherum erinnerte ein wenig an ein Straßenfest, denn für leibliches Wohl war Bestens gesorgt: Frittiertes und allerlei Getränke konnten an Buden erworben werden und die ansässige Eisdiele freute sich sicherlich über einen außergewöhnlich guten Umsatz.

Für mich war das alles jedoch tabu, denn pünktlich um 14 Uhr ging es an den Start, der bei diesem Lauf genau auf der eben beschriebenen Kreuzung lag. Ich entschied mich spontan und zum ersten Mal überhaupt zum Tragen einer Sonnenbrille während eines Wettkampfes. Der Verkehr wurde abgesperrt und der Startschuss ertönte.

Das vordere Teilnehmerfeld um die ersten 5-6 Läufer setzte sich schnell ab und ich blieb hinten dran, überholte nach dem ersten Kilometer jedoch meine Vorderleute und konnte mich von ihnen absetzen, so dass ich genau zwischen den beiden „Welten“ lief. Nach einem weiteren Kilometer konnte ich meine Vorderleute nur noch auf gerader Strecke in weiter Entfernung erkennen, von hinten kam kein Angriff mehr.

Bis dahin stimmte auch noch die Pace für meine Wunschzeit, allerdings merkte ich schon, dass ich dieses Tempo nicht mehr bis zum Ende gehen kann.

Auf dem letzten Kilometer sah ich meinen Vordermann wieder, der – wie ich aus einiger Entfernung erkennen konnte – kurz die Orientierung verlor und fast falsch abbog. Doch er korrigierte diesen Fehler schnell und ich konnte seine Unachtsamkeit nicht mehr nutzen. Am Ende erreichte ich die Kreuzung vom Startpunkt wieder und lief ungefährdet als Siebter durchs Ziel.

Nach dem Lauf ging ich schnell duschen und lief noch einen Umweg nach Hause, um ausgiebig auszulaufen. Schon am nächsten Tag befand ich mich auf der Playa de Palma, wo ich bereits Trainingsläufe für den nächsten Wettkampf absolvierte.

Mein Lauf beim Ra(h)ser Run bei Polar Flow:
https://flow.polar.com/training/analysis/1398389813

Webseite des Veranstalters:
http://rahser-run.de

Ergebnisse:
Hier

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