Erneutes Erfolgserlebnis bei einem echten Traditions-Event – es war für mich bereits der neunte Start über 10.000m in der Landeshauptstadt.

Düsseldorf ist immer eine Reise wert. Was sicherlich auch für die Stadt an sich gilt, beziehe ich heute insbesondere auf den Brückenlauf, der für mich zu einem der schönsten 10.000m-Läufe überhaupt zählt. Dennoch stand meine Teilnahme zunächst auf der Kippe, weil ich mich in diesem Jahr eigentlich mehr auf 10.000m-Laufserien konzentrieren wollte und ein zusätzlicher Start in Düsseldorf zu viel des Guten gewesen wäre. Aber dadurch, dass ich bei der NEW-Laufserie nur an drei von fünf Läufen teilnehmen kann und die Teilnahme an einer weiteren Laufserie terminbedingt scheiterte, war Düsseldorf wieder im Rennen. Und das war eine gute Entscheidung.

Die Vorbereitung

Die letzten Wochen standen ganz im Fokus der Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon. Trotzdem brachte ich auch kurze Intervalle (12x400m) sowie eine Einheit „8000 unter 32“ mit ein. Ich suche zudem immer noch den passenden Laufschuh für den anstehenden Marathon, also entschied ich mich, den Brückenlauf mit dem Nike Zoom Fly zu absolvieren, den ich auch in einer Woche in Hamburg tragen wollte.

Vor dem Lauf

Eigentlich wollten Svenja und ich in diesem Jahr wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, weil es 2017 super funktioniert hat. Aber die Bahnstrecke zwischen Viersen und Mönchengladbach war gesperrt und da auch Unwetter vorhergesagt waren, wollten wir das Auto in Reichweite wissen. Meine ortskundige Freundin navigierte mich zur Königsallee. Dort standen viele Parkplätze bereit, die Sonntags kostenlos waren – hätte ich das in den letzten Jahren gewusst, hätte ich sehr viel Geld gespart.

Meine Startunterlagen waren – wie immer beim Brückenlauf in Düsseldorf – schnell und problemlos abgeholt. Als Goodie gab es noch eine praktische Tasche dazu. Anschließend konnten wir uns den Zieleinlauf des 5.000m-Laufs ansehen, bevor ich meinen Traininsanzug auszog und mich „warm“ lief, was mir bei über 20 Grad und Sonnenschein nicht schwer fiel.

Bei der Aufstellung fiel es mir schwer, einen passenden Platz zu finden. Es waren sehr viele Läufer der ASICS Frontrunner am Start, die in ihren gelben Shirts sehr gut zu erkennen waren. Sie starteten in einer gemeinsamen Gruppe, was bei mir die Befürchtung hervorrief, dass sich auch der ein oder andere eher langsame Läufer darunter befindet, der mich beim Start blockieren könnte. Also stellte ich mich etwas versetzt von ihnen auf.

Der Lauf

Entgegen meiner schon oft negativen Erfahrungen mit dem Start beim Brückenlauf (zu schmale Strecke mit Bäumen auf der Straße und langsamere Läufer im vorderen Startfeld) kam ich an diesem Tag sehr gut weg. Ich versuchte, in der ersten Runde eine Pace von 3:59min/km zu halten, wobei ich vorher einkalkulieren musste, dass die Brückenanstiege mich ausbremsen würden. Das klappte alles recht gut. Meine Angst, dass mein Stryd die Distanz falsch messen würde (wie vor ein paar Wochen beim Venloop), erwies sich als unbegründet. Probleme bereitete mir allerdings schon auf dem ersten Kilometer mein Laufschuh. Der Zoom Fly lag einfach zu eng an der Achillessehne an, was mir schon auf dem ersten Kilometer Schmerzen bereitete. Beim ersten Anstieg verlangsamte ich planmäßig auf 4:20min/km, um dann beim Abstieg und auf den ebenen Abschnitten wieder aufzuholen. Wenn es die Möglichkeit gab, hängte ich mich für ein paar hundert Meter an einen Läufer, um seinen Windschatten auszunutzen. Nach 19:39min endete meine erste Runde, ein guter Schnitt, wenn auch langsamer als letztes Jahr. Entgegen meiner Gewohnheiten nahm ich auch an dieser Stelle Wasser mit, damit ich bei diesen Temperaturen auf Bestzeit-Kurs bleiben konnte. Wetter-technisch war es heute zwar schön windstill, aber eben auch warm. Bei 23 Grad und strahlendem Sonnenschein wollte ich in der zweiten Runde besonders darauf achten, mich nicht endgültig auszupowern. Also nahm ich die Anstiege mit Bedacht, verlor aber meine Taktik nicht aus den Augen. Nachdem die letzte Brücke erklommen war, gab ich Gas. Ich wollte heute auf jeden Fall eine Bestzeit erreichen und die zweite Runde war schon spürbar langsamer als die erste. Also warf ich noch einmal alles rein, die 3:40min/km auf meiner Uhr bestätigten das. Beim Einbiegen in die Zielgerade wurde ich noch kurz langsamer, weil ich nicht riskieren wollte, auf dem sandig-staubigen Boden auszurutschen. Aber es klappte alles. Bei guten 39:22min überquerte ich die Ziellinie. Das war immerhin eine Verbesserung von fünf Sekunden gegenüber der Zeit im letzten Jahr und auch eine neue persönliche Bestzeit.

Da mit dem Startschuss zu dem heutigen Lauf auch meine Saltindiät für den bevorstehenden Hamburg-Marathon startete, gab es kein Erdinger Alkoholfrei für mich im Ziel, sondern nur Wasser. Auch der Besuch im Burgerladen musste deshalb heute ausfallen. Ich beglückwünschte Svenja zu ihrem Eis, was sie sich während des Laufs geholt hatte. Gemeinsam traten wir den Rückweg zur „Kö“ und dann den Heimweg an. Meine Füße schmerzten, was dem Schuh geschuldet war. Der Nike Zoom Fly ist eigentlich ein toller Schuh – gut gedämpft und trotzdem sehr leicht. Aber besonders an der Achillessehne eben auch kompromisslos hart. Ich werde ihn in Hamburg nicht tragen.

Webseite des Veranstalters:
http://www.duesseldorfer-brueckenlauf.de/

Mein Ergebnis:
Hier


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