Teil eins meines Wettkampf-Wochenendes verbrachte ich in Neuss, wo der alljährliche Sommernachtslauf auf dem Programm stand. Es war meine erste Teilnahme bei diesem Traditionslauf. Meine ursprüngliche Motivation war, neben der NEW-Laufserie auch am RKN-Cup teilzunehmen. Aber ohne den Korschenbroicher Citylauf, an dem ich aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, machte das keinen Sinn. So blieb auch meine Anmeldung in Neuss lange fraglich, aber Michael hatte die Idee, dass wir uns in Neuss treffen und danach zu viert Essen gehen können, was mir den Ausschlag gab, mich anzumelden. Ein absolutes Novum für mich war, dass ich damit zwei Wettkämpfe an einem Wochenende absolvieren würde, denn am nächsten Tag stand auch noch der GdB-Altstadtlauf in Kempen an.

Die Vorbereitung

Ich ging ohne Ziele an den Start, also auch ohne spezifische Vorbereitung. Die schnellen Intervalle hatte ich bereits im Mai absolviert; sie galten aber der Vorbereitung auf den Rahser-Run.

Vor dem Lauf

Svenja, die aus Neuss kommt und sich daher ziemlich gut auskennt, navigierte mich zu einem kostenlosen Parkplatz mitten in der Stadt, von wo aus wir den Weg zur Fleischerei Matzner antraten. Dort sollte man die Startunterlagen erhalten. Beim Geschäft angekommen, fanden wir aber nur Hinweisschilder, die uns um das Haus herum navigierten. Ob sich das kurzfristig so ergeben hatte oder so geplant war – keine Ahnung. Uns bescherte es jedenfalls einen Umweg, den wir nicht gut gebrauchen konnten, da wir zeitlich eh schon nicht gut dran waren. Aber okay. Die eigentliche Ausgabe der Startnummer ging unkompliziert vonstatten und dann stand auch schon der nächste Punkt der Neusser Schnitzeljagd auf der Liste: Finde die Schule mit unseren Umkleiden! Ohne Svenja wäre ich aufgeschmissen gewesen. Sie wusste genau, wo sich alles befindet. Die Schule hatte jedoch zunächst geschlossen – aufgrund einer Parallelveranstaltung, die noch lief. Als wir uns schon fast abwenden wollten, ließ man mich dann doch herein. Danach gingen wir zum Start des 5km-Laufs, der ein wenig abseits der eigentlichen Veranstaltung positioniert war. Er war nur für geübte Läufer-Augen als Start erkennbar, denn dort lag eine Induktionsschleife, mit der die Zeitmessung funktionierte. Hier trafen wir uns kurze Zeit später dann auch mit Michael und seiner Frau Katja. Zehn Minuten vor dem Start füllte sich der Bereich (von einem Block zu sprechen, wäre übertrieben). Michael, Katja und Svenja blieben am Streckenrand stehen, während ich Position bezog.

Der Lauf

Die letzten Anweisungen kamen via Megaphon. Viel Publikum erlebte den Start nicht mit, denn das Augenmerk war eher aufs Ziel gerichtet, wo es sich wirklich viele Menschen bei Speis und Trank gut gehen ließen. Gemeinsam zählte man von 10 runter und sofort nach dem Startschuss sortierte sich das Feld. Da alle Teilnehmer unter 25 Minuten liefen, war es ganz vorne schon ein recht schnelles Feld. Ich sortierte mich ein und konnte den ersten Kilometer, mit dem fast eine Runde vorbei an Innenstadt, Ziel und Bushaltestelle absolviert waren, in 3:41min zurücklegen. Auch der zweite Kilometer ging ähnlich schnell vonstatten. Danach holte mich das warme Wetter ein wenig ein. Ich musste Geschwindigkeit rausnehmen, konnte mich aber immer noch bei 3:47min/km behaupten.

Die letzten beiden Runden waren schlechter. Ich musste einige andere Läufer ziehen lassen und erreichte nur noch eine Pace von 3:54min/km. Fünf mal die gleiche Strecke auf fünf Kilometern waren nicht gerade motivierend – aber es lag wohl hauptsächlich am Wetter, dass ich heute keine Bestzeit erreichen konnte. In exakt 19 Minuten durchquerte ich das Ziel und war froh über jedes Getränk, was ich zu fassen bekam.

Katja, Michael und Svenja empfingen mich im Zielbereich und wir resümierten den Lauf gemeinsam. Anschließend ging es für mich unter die Dusche und wie geplant konnten wir den Abend bei einem Burger und alkoholfreiem Weizen ausklingen lassen.

Webseite des Veranstalters:
http://www.neusser-sommernachtslauf.de

Mein Ergebnis:
hier


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