Zwei Wettkämpfe an einem Wochenende – das gab es bei mir auch noch nicht. Aber in Kempen erwartete mich die Jubiläumsteilnahme am Altstadtlauf.

Denn mein zehnter Start in Folge stand an. Was 2009 aus einer Laune heraus startete, erwies sich im Nachhinein als Beginn einer Leidenschaft, die alles veränderte.

Die Vorbereitung

In den letzten Wochen war ich – nach meiner Teilnahme am Haspa-Marathon Hamburg – recht faul und absolvierte nur ein bisschen Intervalltraining auf der Bahn als Vorbereitung auf den Ra(h)ser-Run. Es gab auch keine große Motivation mehr. Ich wollte zum ersten Mal in Kempen unter 40 Minuten laufen, was mir bei normalen Bedingungen auch ohne spezielles Training gelingen sollte. In den letzten beiden Jahren gab es zu extremes Wetter oder andere Faktoren, die dies verhinderten.

Vor dem Lauf

Am Tag vorher, vor unserer Anfahrt zum Neusser Sommernachtslauf, fuhren Svenja und ich mit dem Rad nach Kempen, um die Startunterlagen und das begehrte T-Shirt abzuholen. Die Farbe des Shirts ist wie jedes Jahr ein gut gehütetes Geheimnis, was aber sofort gelüftet wurde, sobald wir den Raum mit der Startnummernausgabe betraten: Gelb! Das enttäuschte mich, denn zum ersten Mal wiederholt sich eine Farbe (2008 war es bereits gelb). Sollte das nun bedeuten, dass sich die Farben alle 10 Jahre wiederholen? Wenn 2019 dunkelblau folgt, sind wir schlauer.

Ein Tag weiter – Wettkampftag. Dieses Mal reisten wir mit dem Auto an. Das Wetter war warm, aber nicht heiß, und Wolken hingen vor der Sonne. Der 5km-Lauf war bereits im vollen Gange, als wir die Innenstadt Kempens erreichten. Wir waren spät dran, so dass ich mich rasch umzog und wieder auf viele bekannte Gesichter stieß, so sprach mich zum Beispiel Patrick an, der mich über Strava kannte. Ebenso Rüdiger vom ASV Süchteln und natürlich Sebastian – wir scheinen in diesem Jahr eine sehr ähnliche Wettkampfplanung zu verfolgen. Außerdem entdeckte ich den schnellen Nikki Johnstone im Starterfeld – eine zügige Siegerzeit war somit schon mal garantiert. Ich traf auf Lukas, dem ich erst seit Kurzem bei Instagram folge und als ich mich etwas weiter nach links stellte, stand Joachim hinter mir, der bei Strava bereits mit einem Augenzwinkern ankündigte, dass er mich heute als Pacemaker benötigt.

Der Lauf

Nach der Aufstellung erfolgte der Countdown von 10 runter, an dessen Ende aber nicht unmittelbar der Startschuss folgte. Während dieser ertönte, waren die ersten Läufer schon auf dem Weg, was mich verwirrte. Bei einer „klassischen“ Leichtathletikveranstaltung wäre das ein klarer Fall gewesen: Fehlstart! So drückte man alle Augen zu und ließ der sich bewegenden Masse ihren freien Lauf. Ich kam gut vom Start weg und die ersten Kurven wurden souverän gemeistert. Nach 900 Metern folgte bereits die erste Möglichkeit, sich mit Getränken zu versorgen, was ich dankend annahm. Meine Zeit lag bei 3:48min/km. Vom gestrigen Wettkampf merkte ich nichts, meine Beine fühlten sich noch frisch und ausgeruht an. Beim zweiten Kilometer lief es ähnlich. Und schon lief ich wieder über den Buttermarkt; die erste von vier Runden war in 9:17 Minuten geschafft.

Natürlich konnte ich diese Pace nicht halten. Runde zwei lief noch ähnlich gut (18:59 Minuten zur Halbzeit, damit auf 5 Kilometern exakt das gleiche Ergebnis wie am Tag zuvor in Neuss), aber als ich in Runde 3 ging, merkte ich, dass meine Kraft langsam nachließ und die Temperaturen auch immer mehr zum Problem wurden. Ich ließ also das Tempo ein wenig raus und fand mich bei einer Pace von 4:05min/km wieder. Die letzte Runde wurde noch einmal zum Kampf gegen den eigenen Kopf. Nachdem Kilometer 9 überwunden war, nahm ich meine ganze Kraft zusammen und versuchte, meine Beine so schnell wie möglich zu bewegen. Als in der letzten Kurve immer noch eine „38“ auf meiner Uhr stand, wollte ich alles versuchen. Dass ich heute Bestzeit laufen würde, war da schon klar – aber am Ende wurde es eine glatte 39:00. Wie auch gestern in Neuss eine runde Sache. Perfekt! Bestzeit war es ohnehin – sowohl eine neue PB, als auch eine persönliche Streckenbestzeit. Erstmals in Kempen unter 40 Minuten! Ich war stolz und fertig, musste mich erst einmal hinsetzen. Erdinger Alkoholfrei gab es dieses Jahr leider nicht im Ziel, aber Wasser tat es auch. Ich ließ mir die ausgedruckte Urkunde überreichen und trat glücklich den Heimweg an. Im nächsten Jahr heißt es dann für mich „10 Jahre Altstadtlauf“.

Noch eine Punktlandung! Nachdem mir gestern in Neuss bereits 5 Kilometer in glatten 19 Minuten glückten, packte ich heute die 10 Kilometer beim Kempener Altstadtlauf in 39:00 Minuten! Das ist nicht nur meine persönliche Streckenbestzeit in meiner zehnten Teilnahme an Altstadtlauf (erstmals sub-40 in Kempen!), sondern auch eine generelle neue persönliche Bestzeit über 10 Kilometer (22 Sekunden schneller als beim Düsseldorfer Brückenlauf im April diesen Jahres). Das Wochenende war also ein voller Erfolg! Jetzt gehe ich in eine kleine Wettkampf-Sommerpause, ehe im September die nächsten Aufgaben anstehen. Vielen Dank an @svenja.hamacher für das tolle Foto! #run #running #instarunners #marathontraining #laufliebe #laufenmachtglücklich #fitness #strava #stryd #garmin #beatyesterday

Ein Beitrag geteilt von Daniel (@daniel.weyers) am

Webseite des Veranstalters:
http://www.taf-timing.de/altstadtlauf-kempen

Mein Ergebnis:
hier


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.