Lebenszeichen 2019

Seit fast einem Jahr habe ich keine Zeile mehr auf danielweyers.de geschrieben. Trotzdem ist viel passiert: Zeit für ein Lebenszeichen.

Ich habe kaum noch Zeit, um mich um diesen Blog, mein „Hobby im Hobby“, zu kümmern. Aktuelle Beiträge zu Wettkämpfen oder anderen Anlässen wird es hier also vorerst nicht mehr geben. Statt dessen erscheint auf der Startseite nun eine Übersicht meines Instagram-Kanals. Essentielle Dinge poste ich weiterhin dort und verbringe die restliche Freizeit lieber damit, auf die Straße oder die Bahn zu gehen und zu trainieren. An dieser Stelle möchte ich von nun an zumindest einmal im Jahr einen Jahresrückblick wagen und gleichzeitig einen Ausblick auf mein kommendes Jahr geben.

Aber nun endlich zum Sportlichen. Zu Beginn des Jahres wurde ich gleich von rätselhaften Knieproblemen geplagt. Genauer gesagt traten die Probleme bereits seit Mitte Dezember 2018 auf. Nachdem ich im Oktober 2018 einen äußerst erfolgreichen Marathon in Frankfurt absolvierte, hatte ich anschließend wenig Lust auf Laufen. Nur 80 Kilometer brachte ich im November auf die Straße. Im Dezember, als ich die Intensität wieder erhöhen wollte, passierte es: Ein Druck auf der vorderen Innenseite meines rechten Knies, der bei zunehmender Belastung nicht unbedingt schmerzhaft, aber höchst unangenehm war. Der Orthopäde war – auch nach einem MRT – ratlos. Nachdem ich mich mit verschiedenen Leidensgenossen, Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten über mein Problem unterhielt, kam ich zu dem Schluss, dass es mit einer Überlastung der Bänder an dieser Stelle zusammen hängen könnte. Diese sind bei mir sehr flexibel und dehnbar, weshalb meine Füße keinen festen Stand haben (ich komme bei jedem Schritt anders auf der Straße auf) und ich auch quasi nicht umknicken kann. Diese ungleichmäßige Belastung schlug mir wohl aufs Knie. Ich brauchte eine absolute Laufpause, nach der ich mich kilometerweise wieder auf die Straße wagte und nur weiter lief, wenn das Knie nicht mehr reagierte. Das dauerte bis weit in den Februar hinein.

Die Stärkung meiner Kniemuskulatur sollte innerhalb vom Rehasport Besserung bringen. Hier lernte ich Sven Imhoff kennen, einen Top-Triathleten, Personal Trainer und Sportwissenschaftler, der mir einige Übungen näher brachte, so dass ich am Ende wieder schmerzfrei auf der Straße unterwegs sein konnte. Und das war keine Sekunde zu früh, um mich noch auf den Venloop vorzubereiten. Im März legte ich die Grundlagen für diesen Lauf und im April verschärfte ich das Tempo. Zusätzlich standen die langen Läufe für den Marathon an, den ich für April eingeplant hatte. Es war extrem interessant, zu sehen, was die Laufpause mit meinem Körper anstellte. Ich fühlte mich in meinen Leistungen zunächst um zwei bis drei Jahre zurück versetzt. Genau so sah am Ende auch meine Zeit beim Venloop aus:

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1:28:46 – auch einen Tag nach dem Venloop überlege ich, ob ich mit dieser Leistung zufrieden sein kann. Immerhin bin ich eine ähnliche Halbmarathon-Zeit zuletzt 2016 gelaufen. Wichtig war, den Spaß am Wettkampf zurück zu gewinnen. Das war am Anfang gar nicht selbstverständlich. Die ersten 7 Kilometer waren die Hölle für mich, was @joeywiesel bestätigen kann, der mich ein paar Kilometer lang begleitete. Aber dann lief es plötzlich. Ohne meine Zwischenzeiten groß zu verändern, legte sich im Kopf ein Schalter um und ich hatte plötzlich Spaß am Wettkampf. Ich jubelte den Massen zu und genoss es bis zum Ende, mich feiern zu lassen. Bestzeiten angehen? Kann ich erst einmal vergessen. Spaß am Laufen? Könnte bald wieder auf dem Niveau von vorher sein. Bis dahin bedeutet jedes Training harte Arbeit. #run #running #twitterlauftreff #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness #venloop

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Meine Laufpause entwickelte sich also zu einem größeren Problem, als ich zunächst wahrhaben wollte. Sven riet mir dazu, Intervalle in größerem Umfang zu laufen. Ich wusste aber auch, dass es nicht von heute auf morgen geht, an meine alten Leistungen anzuknüpfen. Meine Motivation, in jedem Jahr und jeder Disziplin eine neue Bestzeit aufzustellen, rückte in weite Ferne. Nun gab es aber nicht viel Zeit, nachzudenken, denn der Düsseldorfer Brückenlauf stand bereits vor der Tür. Was für eine Enttäuschung! Nachdem ich 2018 hier noch eine persönliche Bestzeit lief (trotz nicht weniger Höhenmeter bedingt durch die 2×2 Brücken, die es zu überqueren gilt), sollte es in diesem Jahr nicht mal zu einer Zeit unter 40 Minuten reichen.

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Ja, ich muss euch schon wieder auf hohem Niveau die Ohren voll jammern 😕 Heute beim Düsseldorfer Brückenlauf fing es ganz gut an, aber es sollte, genau wie letzte Woche beim Venloop, nicht zu einer Leistung reichen, die mich zufrieden stellt. Mein Trainingsrückstand ist auch auf der 10k-Distanz so deutlich spürbar, dass ich auch hier nur eine Leistung abgerufen habe, die meinen Bestzeiten von 2016 entspricht. Will ich im Moment zu viel auf einmal? Trainiere ich zu hart? Oder zu wenig? Viele Fragen, auf die ich so recht keine Antwort kenne. Das ist nach wie vor die größte Herausforderung als Läufer, der ich mich bisher stellen muss. Die Veranstaltung ansich hat mich enttäuscht. Der Sponsorenwechsel war an jeder Ecke spürbar und niemand wusste so recht, wieso der Lauf so plötzlich „ausgebucht“ war. Voll war es jedenfalls nicht und die Leistung an der Spitze war auch eher dünn. 📸 @svenja.hamacher #run #running #twitterlauftreff #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness #strava

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Dabei wollte ich doch eigentlich keinen 10er mehr in über 40 Minuten laufen… Zudem erhielt der Lauf in diesem Jahr einen neuen Hauptsponsor und auch abseits dessen fühlte sich alles irgendwie „neu“, anders und kommerziell an. Das Teilnehmerfeld war im Vergleich zu den letzten Jahren sehr schwach. 19 Euro muss man mittlerweile für den Spaß berappen – ich werde mir im nächsten Jahr überlegen, ob meine neunte Teilnahme vielleicht die letzte war.

Wenige Wochen später reiste ich erneut zu einer Laufveranstaltung in die Landeshauptstadt. Der Düsseldorf Marathon stand an, wo ich erstmals an den Deutschen Marathon-Meisterschaften teilnahm. Mit nur sechs Wochen Vorbereitung und entsprechend wenigen langen Läufen rechnete ich mir keine großen Chancen aus, meine sub3-Leistung aus Frankfurt zu bestätigen. Trotzdem lief ich diese Zeit an und wurde erst nach Kilometer 35 von der Realität eingeholt, als ich die bis dahin sehr guten Durchlaufzeiten nicht mehr halten konnte und am Ende nach 3:02:43h ins Ziel einlief. Aufgrund meiner Verletzungshistorie war ich dennoch sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Bei den Deutschen Meisterschaften bedeutete dies Platz 18.

Nach dem Marathon stand erst einmal Regeneration an, trotzdem wollte ich über 5.000m bei der Bahneröffnung Oedt dabei sein, obwohl ich mir, wegen der 10k-Zeiten, dort keine Bestzeit erhofft hatte. Und das war die Überraschung des Jahres: Trotz negativer Vorzeichen, Regen, Wettkampf mitten in der Woche nach der Arbeit, schlechtem Bauchgefühl usw konnte ich hier meine erste persönliche Bestzeit 2019 erreichen. 18:31min, das bedeutete Platz 10 in einem sehr hochklassigen Teilnehmerfeld.

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Gestern Abend lud der TuS Oedt zur traditionellen Bahneröffnung. Ein schöner Termin, bei dem man viele bekannte Leichtathleten und Lauffreunde aus der Region trifft. Trotz des mäßigen Wetters waren meine Freunde aus Oedt sehr motiviert und stellten eine perfekte Veranstaltung auf die Beine. Und da war er dann plötzlich, dieser magische Moment: meine erste neue persönliche Bestzeit nach meiner zweimonatigen Zwangspause. 5000 Meter in 18:31min! Der Hashtag #comebackstronger trifft es jetzt auf den Punkt. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Herausforderung, wenn es nächste Woche Sonntag beim Rahser-Run über 10 Kilometer geht. Vielen Dank für die Fotos an 📸 Herbert vom @tusoedt ! #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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Auch abseits der Wettkämpfe ging es voran. Sven riet mir bereits zu Beginn meines Rehasportes zu einer Leistungsdiagnostik. Dadurch wollte er herausfinden, mit welcher Belastung ich mein Training steuern muss. Ich war skeptisch. Bisher hat alles auch ohne so was funktioniert und ich fand solche Diagnostiken für Amateursportler reine Geldverschwendung. Aber es reizte mich dennoch, das einmal auszuprobieren, so dass ich zustimmte und einen Termin vereinbarte.

Im Anschluss daran stand das Ergebnis sofort fest. Die hohe VO2max von 66 (trotz meines Trainingsrückstandes) löste einen ersten „Wow“-Effekt bei mir aus. Die restlichen Zahlen konnte ich nicht unbedingt deuten, aber hier konnte Sven helfen. Er erstellte mir daraus Trainings-Empfehlungen, die neben anspruchsvollen Intervallen auch langsame Läufe enthielten, deren Zielpace mir schon vom Training mit dem Lauftreff bekannt vorkam. Bisher dachte ich jedoch immer, dass dieses Training viel zu langsam sei – ein Irrglaube! Mit diesen Informationen gestaltete ich mein Training für die zweite Jahreshälfte komplett neu.

Weiter ging es in Viersen beim Rahser-Run. Ich konnte mich lange nicht entscheiden, ob ich hier über 5 oder 10 Kilometer an den Start gehen sollte. Durch meine PB bei der Bahneröffnung in Oedt hatte ich jedoch auf dieser Distanz schon meine Bestzeit sicher, während ich über die doppelte Strecke noch Nachholbedarf hatte. Außerdem fanden die LVN-Regionsmeisterschaften über 10 Kilometer bei dieser Veranstaltung statt – das ist doch ein netter Anreiz, es einmal zu versuchen.

Der Lauf war am Ende mit 39:12min in Ordnung; gerade im Hinblick auf das nicht optimale Wetter. Platz 3 bei den LVN-Regionsmeisterschaften bedeuteten auch meinen ersten (bronzefrarbenen) DLV-Aufnäher.

Abseits meiner Läufe stand eine kleine Veränderung meiner Ausrüstung an. Knapp zwei Jahre nach dem Wechsel von Polar zu Garmin wollte ich eine günstige Gelegenheit nutzen, zur Fenix 5 Plus zu upgraden. Die Hardware ist, in der Saphir-Edition, auf jeden Fall „alltagstauglicher“ und das kleine Software-Upgrade brachte schöne Funktionen wie Kartennavigation und einen internen MP3-Player mit.

Aber zurück zu den Wettkämpfen. Der GdB-Altstadtlauf Kempen war als letzter Lauf vor der Sommerpause angesagt. Dort habe ich 2009 zum ersten Mal Wettkampf-Luft geschnuppert und bin seitdem in jedem Jahr angetreten. Selbst eine Hochzeit im Familienkreis konnte mich nicht davon abhalten, in diesem Jahr anzutreten – obwohl mir der Restalkohol noch deutlich spürbar im Blut lag, denn mein Puls war unnormal hoch und am Ende sprang eine Zeit von knapp über 40 Minuten heraus. Das lief letztes Jahr auch schon mal besser.

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Nein, schon wieder keine sub40 🤨 aber es war vorhersehbar. Gestern war #weddingtime 😍 – @_alex_v_o und @alex1189_ haben ein tolles Fest gefeiert und natürlich wurde auch viel getrunken… 🙈🍻 Das wirkte sich merklich auf meine Herzfrequenz aus. Dann kam das Wetter dazu – knapp 30 Grad in den engen Häuserschluchten von Kempen. Es war immerhin meine zweitbeste Leistung beim Altstadtlauf. Die Mission #comebackstronger ist nach wie vor voll im Plan! 📸 Herbert vom @tusoedt #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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Die Sommerpause war wirklich eine Zeit, in der ich Pause machte. Denn meine eigene Hochzeit stand an. Die anschließende Hochzeitsreise habe ich zwar für drei kurze Läufe genutzt, aber der Fokus lag auf „Regeneration“. Das erste Halbjahr, beginnend mit der Zwangspause und dem anschließenden Versuch, alles irgendwie aufzuholen, kostete sehr viel Kraft. Nun lautete die Devise: Einmal kurz auftanken und dann direkt ab in den 12-Wochen-Vorbereitungsplan für den anstehenden Amsterdam-Marathon!

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Laufen in Olhos d'Água 🇵🇹 war… speziell. Meine Recherchen in Komoot waren im Vorfeld schon nicht besonders vielversprechend. Vor Ort habe ich dann die Round-Trip-Navigation meiner Garmin auf die Probe gestellt und mit Mühe und Not drei Strecken gefunden. Mit dem Resultat: Viel Höhenunterschied in Form von Treppen, schmale Bürgersteige, steppenartige Landschaften und Orangenbäume, so weit das Auge reicht. Das Klima an der Algarve ist optimal zum laufen. Trotz Sonne am Himmel weht immer ein kühler Wind. In der Summe überwog aber die Lust, am Pool zu liegen und zu relaxen. Die Vorbereitung auf den Amsterdam-Marathon startet nächste Woche! #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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im August wurde ich, zu meiner großen Freude, als Gast in den Schneckentempo-Podcast eingeladen, wo ich über mein Läuferleben und insbesondere das Leben als Läufer im Verein referieren konnte. Holger, der Betreiber des Podcasts, hatte viele interessante Fragen an mich – das Gespräch verging wie im Flug. Der Schneckentempo-Podcast ist eine tolle Sache, weil dort viele Dinge „aus der Mitte heraus“ angesprochen werden und eben nicht aus der Perspektive des „allwissenden Laufgottes“. Das macht dieses Projekt extrem sympathisch und ich, der noch vor einem halben Jahr überhaupt nichts mit Podcasts am Hut hatte, freue mich mittlerweile wie ein kleines Kind auf jede neue Folge.

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Mal was ganz anderes: ich war bei Holger @lauferknie im Schneckentempo-Podcast 🐌🎙️📻 zu Gast und habe darüber gesprochen, wie es ist, als Mitglied im Verein zu laufen. 🏃 Für mich ist so eine Mitgliedschaft selbstverständlich, weil ich das Vereinsleben schätze und auch regelmäßig bei DLV-Meisterschaften antreten will. Ich hoffe, im Podcast etwas von meiner Begeisterung rübergebracht zu haben. In den 1:47h geht es außerdem ein wenig um meine Person, wie ich zum Laufen gekommen bin und welche Ambitionen ich noch habe. Mir haben die Aufnahme und das Gespräch mit Holger sehr viel Spaß gemacht! Es war mir eine Ehre, dabei sein zu dürfen. Holger und ich würden uns darüber freuen, wenn ihr mal reinhört. Schneckentempo gibt es überall, wo es Podcasts gibt: itunes, spotify und so weiter. Findet ihr bestimmt 😉 Schreibt mir gerne, wie eure Meinung zum Podcast ist und wie ihr zum Vereinsleben steht. Ich bin gespannt auf euer Feedback! 👍 #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #schneckentempo #podcast

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Im Spätsommer angekommen, war ich mittlerweile tief ins Marathontraining eingestiegen. Obwohl ich es zunächst nicht eingeplant hatte, konnte ich nun doch kurzfristig beim NEW-Volksbad-Lauf Mönchengladbach mitmachen. Und das sollte sich lohnen! Ich habe überhaupt nicht daran gedacht, dort eine PB zu erreichen, auch während des Laufs nicht. Erst auf der Zielgeraden realisierte ich diese Chance und war anschließend sehr überrascht, dass ich meine bisherige Bestzeit, die ich im vergangenen Jahr am gleichen Ort holte, um 10 Sekunden unterbieten konnte.

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Das war mal wieder ein Zehner nach Maß. Beim NEW-Volksbad-Lauf in Mönchengladbach schaffte ich die 10 Kilometer in 38:08min und konnte damit, genau wie im letzten Jahr, eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. 🤗 Damit habe ich in diesem Jahr, welches von Laufpausen und "neuen Wegen" geprägt war, immerhin auf zwei von vier Distanzen neue Bestzeiten errungen. In zwei Wochen steht auch schon der nächste Halbmarathon an – was da wohl noch geht? Wo lauft ihr in der zweiten Jahreshälfte und welche Ziele habt ihr noch? 📸 @joeywiesel #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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Zwei weitere Wochen später stand der Rhein-City-Run an. Vor zwei Jahren bin ich dort angetreten, um Bestzeit zu laufen, wurde aber schwer enttäuscht, als ich nach einigen Kilometern mit Rückenwind plötzlich ausgebremst wurde. So was passiert einem nur auf Kursen, bei denen sich Start- und Zielort voneinander unterscheiden. Im letzten Jahr konnte ich wegen meiner Erkrankung, die auch meine Teilnahme am Dreiländer-Marathon verhinderte, nicht dort antreten. In diesem Jahr wollte ich es also unbedingt besser machen. Aber schon nach 800 Metern wurde ich stutzig, denn da wurde auf der Strecke schon der erste Kilometer angezeigt, während auf meiner Uhr noch 200 Meter fehlten. Ich dachte mir noch nichts dabei und lief einfach weiter. Und das sehr gut. Dieser Lauf wurde zu meinem ersten Halbmarathon, den ich in einer Durchschnitts-Pace von unter 4:00min/km absolvieren konnte. Aber die fehlenden 200 Meter wurden nirgendwo nachgeholt. Später entdeckte ich, dass wohl bereits der Startpunkt im Vergleich zu 2017 weiter nach vorne verlegt wurde, während der Rest der Strecke gleich blieb. Die große Frage nach dem „Warum?“ konnte mir niemand beantworten. Ich beschloss, den Lauf nicht als Bestzeit für einen Halbmarathon zu werten, auch wenn mir die Entscheidung nicht leicht fiel.

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Mein Zieleinlauf beim diesjährigen @rheincityrun sah anders aus als sonst. Zwei Tage ist es nun her, zwei Nächte konnte ich darüber schlafen. Ich bin am Sonntag locker eine Minute unter Bestzeit gelaufen, habe einen starken Wettkampf unter besten Voraussetzungen auf einer wunderschöner Strecke erlebt, habe mein "Gegenwind-Trauma" von 2017 überwunden und hätte als sehr zufriedener Läufer nach Hause fahren können, wäre da nicht der erste Kilometer gewesen, der einfach 200 Meter zu kurz vermessen war. Bis zum Ende habe ich gehofft, dass sich die Situation noch auflöst, dass der letzte Kilometer einfach länger ist und es beim Zieleinlauf wieder passt. Unterm Strich hat sich der Veranstalter nichts vorzuwerfen, immerhin ist die Strecke nicht DLV-vermessen und somit ohnehin nicht Bestenlisten-fähig. Aber ich denke jetzt an alle Finisher, die sich über ihre sensationelle Zeit freuen, die sie unter normalen Umständen nicht erreicht hätten. Und vielleicht auch nie wieder erreichen werden. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass ein Halbmarathon immer 21,0975 Kilometer lang sein sollte, egal, ob offiziell vermessen oder nicht. Alles andere kann ich nicht ernst nehmen. Und jetzt: Haken dran. 📸 xtranews.pics #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness #rheincityrun

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Drei Wochen später gab es ja noch den Kölnmarathon, den ich ebenfalls in der Halbmarathon-Distanz laufen wollte, nachdem ich im letzten Jahr eine Pause eingelegt hatte. Ursprünglich wollte ich in diesem Lauf Mic pacen, da er immer noch eine Bestzeit unter 1:50h anvisiert. Allerdings hatte er kurz vorher mit muskulären Problemen zu kämpfen und musste daher passen. Und ich konnte mich noch einmal an einer Halbmarathon-PB versuchen, dieses Mal auf einer DLV-vermessenen Strecke. Ich wollte zwischen der Zeit vom Rhein-City-Run und meiner bisherigen PB (Düsseldorfer Martinslauf 2018) landen. Genau so passierte es auch. Zu meiner Überraschung fühlte ich mich währenddessen nicht eine Sekunde am Limit, sondern lief diesen Wettkampf ganz locker.

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Heute morgen habe ich noch nicht geahnt, wie gut es heute beim @koelnmarathon für mich laufen würde. Die Halbmarathon-Distanz habe ich in 1:23:23h überstanden. Ich wollte schneller sein als bei meiner letzten offiziellen Bestzeit (1:24:42h beim Martinslauf in Düsseldorf 2018) und bestenfalls mein inoffizielles Ergebnis vom Rhein-City-Run bestätigen. Es ist nun ein Mittelding geworden, vor allem, weil ich Körner für den anstehenden @tcsamsterdammarathon sparen wollte. Und das hat super funktioniert! Ich habe mich stets unterhalb der angepeilten Pace bewegt, aber musste zu keiner Sekunde "beißen", um dran zu bleiben. Schön, auch mal wieder @fretzi_von_den_huegelhelden und @mike_von_den_huegel_helden getroffen zu haben! Meine Gedanken waren die ganze Zeit über bei meinem Freund @michaelkropp74, der heute leider nicht laufen konnte – eigentlich hätte ich ihn pacen wollen, damit er seine Bestzeit erreicht. Gute Besserung, Mic! Heute Abend beginnt für mich die Saltindiät, währenddessen wird regeneriert und dann kann Amsterdam kommen! #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness #koelnmarathon #koelnmarathon2019 #rheinenergiemarathon

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Und das war gut so, denn schon eine Woche später stand das Jahres-Highlight an, der TCS Amsterdam Marathon. Hier wollte ich unbedingt meinen zweiten sub3-Marathon schaffen und meinen ersten Marathon im Ausland laufen. 12 Wochen Training lagen hinter mir, mit teilweise abenteuerlichen Intervall-Trainingseinheiten über 30 Kilometer und mehr. Zum ersten Mal überhaupt schaffte ich mehr als 300 Kilometer in einem Monat. Die wöchentlichen Kilometerumfänge lagen trotzdem nur bei maximal 70 Kilometer, weshalb ich zweifelte, ob es am Ende passt. Amsterdam empfing uns mit bewölktem Himmel und kalten Temperaturen – eigentlich ein gutes Wetter für einen Marathon, aber es drückte auf die Stimmung. Die Stadt wurde Svenja und mir nicht sympathisch. Schlechte Voraussetzungen also. Trotzdem lief ich natürlich meine Idealzeit an, was 2:57h am Ende bedeutet hätte. Ich war sehr konstant unterwegs – bis Kilometer 35. Dort wollte ich eigentlich das Tempo noch einmal anziehen, aber dazu kam es nicht. Der Mann mit dem Hammer war da – und fühlte sich an wie ein Anker, den ich hinter mir her schleifen musste. Anstatt zum Ende noch einmal zu beschleunigen, musste ich meine Geschwindigkeit verringern, um durchzukommen. Der Park zum Ende des Laufs wollte nicht enden, ich verfluchte den Streckenverlauf und wollte einfach nur das Stadion sehen, in dem der Zieleinlauf stattfand. Und endlich, nach langen Minuten, war es so weit. Die halbe Runde im Stadion konnte ich komischerweise wieder sprinten, das war auch bitter nötig, denn am Ende standen 2:57:53h auf der Uhr, was eine tolle Zeit war, die mich sehr zufrieden stellte.

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Ich musste ein paar Tage ins Land gehen lassen, um das zu verarbeiten… 2:57:53!!! 😳🥳 Beim @tcsamsterdammarathon waren die Vorzeichen großartig. Seit Juli bereitete ich mich auf diesen Marathon vor. Neue Impulse im Training durch 🚀 @svenimhoff (hauptsächlich intensiveres, aber auch kreatives Intervalltraining) sorgten für die perfekte Grundlage. Jede Woche ein Lauf über 30 oder 35 Kilometer, teilweise inklusive Intervalltraining. Wöchentlich 60-70 Kilometer insgesamt. 🏃 Das war hart, aber effektiv! Letzte Woche dann noch eine neue Halbmarathon-Bestzeit in Köln – ich fühlte mich perfekt vorbereitet. Am Samstag reisten @svenja.weyers und ich dann nach Amsterdam 🇳🇱. Dort angekommen, gab es keinen Zweifel: ich wollte die 2:57h anlaufen. Bis Kilometer 35 lief auch alles perfekt. Danach wollte ich das Tempo eigentlich noch mal anziehen, aber die Körner fehlten mir. Es wurde am Ende sehr, sehr hart. Vielleicht war der Halbmarathon letzte Woche doch zu viel? Es reichte aber immer noch für eine neue Bestzeit, auf die ich sehr sehr stolz bin. 😊👍 #tcsamsterdammarathon #tcsam19 #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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Damit endete meine Wettkampfsaison 2019 auch schon, denn ich hatte jetzt alle vier persönlichen Bestzeiten beisammen und war rückblickend sehr glücklich darüber. Ich will das Glück nicht unnötig ausreizen, indem ich beispielsweise versuche, meine 5km-Bestmarke noch um jeden Preis auszureizen. Das sind Themen, die mich 2020 wieder beschäftigen werden. Ich versuche nun aber, dran zu bleiben und mein Trainingsprogramm nicht zurück zu fahren. Das war ein großer Fehler, den ich 2018 gemacht habe und aus dem wahrscheinlich auch meine Knieprobleme resultierten.

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Anfang des Jahres musste ich zwei Monate mit dem Laufen pausieren, weil mein Knie nicht mehr mitspielen wollte. Ich habe das schlimmste befürchtet. Und jetzt hängen meine vier persönlichen Bestzeiten von 2019 an der Wand: 5km in 18:31min bei der Bahneröffnung vom @tusoedt, 10km in 38:08min beim NEW Volksbadlauf, Halbmarathon in 1:23:23h beim @koelnmarathon und Marathon in 2:57:53h beim @tcsamsterdammarathon. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich mich noch einmal zurück kämpfen konnte und meine Zeiten in allen Disziplinen verbessern konnte. Meine Wettkampfsaison ist damit vorbei, aber ich werde schon bald wieder an den Grundlagen arbeiten, um mich 2020 weiter verbessern zu können. 🏃‍♂️💪👍 #run #running #instarunners #runnersofinstagram #marathontraining #halbmarathon #laufen #runforlife #runningman #laufliebe #laufenmachtglücklich #liebeslauftagebuch #runmotivation #runningmotivation #laufenverbindet #laufenmachtsüchtig #fitness

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Im nächsten Jahr stehen große Veränderungen an. Ich werde, nach 7 Jahren Vereinszugehörigkeit, nicht mehr für den ASV Süchteln antreten, sondern zum TuS Oedt wechseln. Auch wenn die Entscheidung, bei Wettkämpfen künftig nicht mehr für mein „Heimatdorf“ anzutreten, mir sehr schwer fiel, habe ich das Gefühl, diesen Schritt machen zu müssen. Ich möchte gerne einmal über einen längeren Zeitraum in einer größeren Gruppe trainieren und zu Wettkämpfen antreten – bei nur noch drei Mitstreitern, die ich zuletzt in Süchteln hatte, war das dort leider nicht möglich. Außerdem sind viele meiner Lauffreunde schon in Oedt dabei, was mir die Entscheidung ein wenig erleichterte. Aber natürlich werde ich auch weiterhin in Süchteln anzutreffen sein und möchte meinen Süchtelner Lauftreff nicht aus den Augen verlieren.

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